Spieleranzahl: Solo (1 Spieler)

  • 6,5/10
    Snow Quest – Rezension

    Snow Quest – Rezension

    Snow Quest – international auch als Snowcrest bekannt – ist ein kompaktes Kartenspiel für ein bis vier Personen, das euch in ein verschneites Bergdorf entführt. Wir hatten in letzter Zeit einige Kartenspiele mit einem 3×3-Raster auf dem Teddytisch, zum Beispiel Castle Combo, und auch hier baut ihr euch ein solches Raster als euer eigenes Dorf zusammen. Grafisch und materialtechnisch fällt das Spiel sofort ins Auge: liebevolle Tier-Illustrationen im Everdell-Stil und sogar Stoff-Spielpläne, die eher an ein Küchenhandtuch erinnern.

    6,5/10
    WERTUNG
    Snow Quest Brettspiel Rezension Video-Still

    Steckbrief

    • Spieler: 1–4
    • Alter: ab 12 Jahren
    • Dauer: ca. 45 Minuten
    • Mechanismus: 3×3-Kartenraster, Engine-Building
    • Thema: Dorfaufbau im Schnee

    Verdecktes Raster, drei mögliche Aktionen

    Jede Person startet mit einem identischen Kartendeck, aus dem zu Beginn vier Startkarten verdeckt auf das eigene 3×3-Raster gelegt werden – wo genau welche Karte landet, entscheidet allerdings jede Person für sich, wodurch schon der Start bei jeder Person leicht unterschiedlich aussieht. Seid ihr am Zug, habt ihr drei Möglichkeiten: Ihr könnt eine eigene Karte aktivieren und die darauf abgebildete Aktion ausführen, wofür ihr die Karte anschließend auf die Rückseite dreht. Ihr könnt eine neue Karte aus der allgemeinen Auslage kaufen, bezahlt mit Getreide, und sie direkt in euer Dorf einbauen – diese gekauften Karten bringen in der Regel stärkere Aktionen als die Startkarten. Oder ihr ruht: Sobald drei eurer Karten in einer Reihe, Spalte oder Diagonale aktiviert und umgedreht wurden, dürft ihr ruhen und kassiert dafür die auf den Kartenrückseiten abgebildeten Ressourcen.

    Schriftrollen, Gebäude und schlafende Monster

    Das Spielziel dreht sich um das Sammeln von Schriftrollen – je nach Spieleranzahl gibt es einen bestimmten Vorrat, und sind alle Schriftrollen vergeben, endet das Spiel mit einer Schlusswertung, bei der auch übrige Ressourcen zählen. Ihr könnt außerdem Gebäude in drei Farben passend zu den drei Hauptressourcen errichten, was zusätzliche Punkte bringt, und ihr habt die Möglichkeit, schlafende Monster zu erwecken, wofür ihr Ressourcen abgeben müsst – gelingt das nicht, rutscht ihr auf einer Ansehensleiste in den Minuspunktebereich, bekommt dafür aber meist trotzdem eine kleine Belohnung wie eine Schriftrolle. Eine besondere Ressource ist der Wacholder, der aus dem Wald kommt: Ist ein Waldkartenstapel mit Wacholder-Symbolen abgebaut, deckt ihr eine neue Waldkarte auf, die euch ähnlich wie die Monster vor eine Bedingung stellt.

    Hintergrund: Von Snowcrest zu Snow Quest

    Das Original stammt von Designer Philip duBarry, mit Illustrationen von Kerri Aitken, und erschien international beim Verlag Grail Games unter dem Titel Snowcrest. Für den deutschsprachigen Markt übernahm Asmodee den Vertrieb. Philip duBarry ist in der Brettspielszene unter anderem für sein Debütspiel Revolution! bekannt und hat mit Snow Quest erneut gezeigt, dass er ein Gespür für kompakte, thematisch stimmige Engine-Building-Mechanismen hat.

    Häufige Fragen (FAQ) zu Snow Quest

    Für wie viele Spieler ist Snow Quest geeignet?

    Snow Quest ist für 1–4 Spieler ausgelegt.

    Ab welchem Alter ist Snow Quest geeignet?

    Snow Quest ist ab 12 Jahren geeignet.

    Wie lange dauert eine Partie Snow Quest?

    Eine Partie Snow Quest dauert ca. 45 Minuten.

    Welche Spielmechanismen nutzt Snow Quest?

    Snow Quest setzt auf 3×3-Kartenraster, Engine-Building.

    Wie bewertet Brettspiel Teddy Snow Quest?

    Brettspiel Teddy bewertet Snow Quest mit 6,5/10 Punkten.

    Mein Fazit

    Snow Quest ist ein schöner kleiner Deckbuilder mit charmantem Material, auch wenn die Stoff-Tableaus nach dem Zusammenfalten leider etwas hügelig bleiben. Ansonsten überzeugt die dicke Pappe, und das Spiel lässt sich angenehm locker herunterspielen, ohne kompliziert zu sein. Es ist kein absoluter Überflieger, aber es hat mir durchaus Spaß gemacht – und die Illustrationen der niedlichen Tier-Dorfbewohner sind wirklich sehenswert.

    Für alle, die ein entspanntes, hübsch gestaltetes Engine-Building-Kartenspiel mit gemütlicher Winterthematik suchen, ist Snow Quest eine solide Wahl.

    Pro & Contra

    Pro

    • Liebevolle Illustrationen im Everdell-Stil
    • Angenehm locker und unkompliziert spielbar
    • Gute Solo-Eignung
    • Hochwertiges Kartenmaterial

    Contra

    • Stoff-Tableaus bleiben nach dem Falten etwas hügelig
    • Kein absoluter Überflieger unter den 3×3-Kartenspielen

    Werbung: Snow Quest kaufen – wenn du darüber bestellst, unterstützt du den Kanal ohne Mehrkosten für dich:

  • 8,5/10
    Shogun no Katana – Rezension

    Shogun no Katana – Rezension

    Shogun no Katana war ursprünglich eine Kickstarter-Kampagne und hat es mittlerweile zu mir auf den Tisch geschafft. Nach zwei Partien an einem Wochenende gebe ich euch hier einen Regelüberblick und meine erste Einschätzung.

    Wertung

    8,5 /10

    Steckbrief

    • Spieler: 1–4
    • Alter: ab 14 Jahren
    • Dauer: ca. 45 Minuten pro Spieler
    • Mechanismus: Worker Placement, Ressourcen-Puzzle
    • Thema: Schwertschmiede im Japan der Edo-Zeit

    Wie wird gespielt?

    Mit ihren Arbeitern besetzen die Spieler verschiedene Bereiche: Bei den vier Familien werden Schwert-Aufträge (und Wappen fürs Set Collection) übernommen, im Tempel sichern sich Geishas Ressourcen-Boni, am Markt werden Rohstoffe wie Holz, Stahl, Leder und Lack eingekauft, und beim Veredler lassen sich Rohstoffe aufwerten. Der eigentliche Clou steckt im eigenen Spielertableau: Rohstoffe müssen in der richtigen Reihenfolge in die passenden Reihen gelegt werden, sodass sich das Schwert wie in einem kleinen Puzzle Stück für Stück nach vorne schiebt, bis es fertiggestellt und ausgeliefert werden kann.

    Highlight ist das titelgebende Shogun no Katana, ein besonders wertvolles Schwert, für das man von jeder Ressourcenart mindestens eine braucht – wer es zuerst fertigstellt, kassiert den größten Bonus.

    Häufige Fragen (FAQ) zu Shogun no Katana

    Für wie viele Spieler ist Shogun no Katana geeignet?

    Shogun no Katana ist für 1 bis 4 Spieler ausgelegt.

    Ab welchem Alter ist Shogun no Katana geeignet?

    Shogun no Katana ist ab 14 Jahren geeignet.

    Wie lange dauert eine Partie Shogun no Katana?

    Eine Partie dauert ca. 45 Minuten pro Spieler.

    Welches Thema hat Shogun no Katana?

    Ihr übernehmt Schwertschmieden im Japan der Edo-Zeit und stellt Schwerter für vier rivalisierende Familien her.

    Wie bewertet Brettspiel Teddy Shogun no Katana?

    Brettspiel Teddy bewertet Shogun no Katana mit 8,5/10 Punkten.

    Mein Fazit

    Nach zwei Partien mit wechselnder Besetzung war das Feedback am Tisch durchweg positiv – „das ist aber ein tolles Spiel“ war ein Satz, den ich öfter gehört habe. Die Downtime bleibt angenehm niedrig, weil zum Beispiel der Tempel-Bereich auch die Mitspieler belohnt, wenn jemand anderes dort aktiv wird. Zu Beginn sind Geld und Ressourcen noch knapp, in späteren Runden hat man davon eher zu viel als zu wenig – wem das wichtig ist, sollte es wissen. Unterm Strich: ein rundes, thematisch stimmiges Worker-Placement-Spiel, das trotz einiger Regel-Details nicht überkomplex wirkt. Einzig für kleine Tische ist es nichts, dafür braucht das Spielmaterial einfach zu viel Platz.

    Pro & Contra

    Pro

    • Cleveres Ressourcen-Puzzle beim Schwertbau
    • Niedrige Downtime, da Tempel und Veredler auch bei fremden Zügen belohnen
    • Kam bei allen Testrunden sehr gut an

    Contra

    • Braucht viel Tischplatz
    • Zu Beginn knapp an Ressourcen/Geld, später eher im Überfluss

    Weitere Rezensionen

    Alle Rezensionen findest du in der Übersicht.

    Video zur Rezension


    Wo gibt’s Shogun no Katana?

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