Snow Quest – international auch als Snowcrest bekannt – ist ein kompaktes Kartenspiel für ein bis vier Personen, das euch in ein verschneites Bergdorf entführt. Wir hatten in letzter Zeit einige Kartenspiele mit einem 3×3-Raster auf dem Teddytisch, zum Beispiel Castle Combo, und auch hier baut ihr euch ein solches Raster als euer eigenes Dorf zusammen. Grafisch und materialtechnisch fällt das Spiel sofort ins Auge: liebevolle Tier-Illustrationen im Everdell-Stil und sogar Stoff-Spielpläne, die eher an ein Küchenhandtuch erinnern.

Steckbrief
- Spieler: 1–4
- Alter: ab 12 Jahren
- Dauer: ca. 45 Minuten
- Mechanismus: 3×3-Kartenraster, Engine-Building
- Thema: Dorfaufbau im Schnee
Verdecktes Raster, drei mögliche Aktionen
Jede Person startet mit einem identischen Kartendeck, aus dem zu Beginn vier Startkarten verdeckt auf das eigene 3×3-Raster gelegt werden – wo genau welche Karte landet, entscheidet allerdings jede Person für sich, wodurch schon der Start bei jeder Person leicht unterschiedlich aussieht. Seid ihr am Zug, habt ihr drei Möglichkeiten: Ihr könnt eine eigene Karte aktivieren und die darauf abgebildete Aktion ausführen, wofür ihr die Karte anschließend auf die Rückseite dreht. Ihr könnt eine neue Karte aus der allgemeinen Auslage kaufen, bezahlt mit Getreide, und sie direkt in euer Dorf einbauen – diese gekauften Karten bringen in der Regel stärkere Aktionen als die Startkarten. Oder ihr ruht: Sobald drei eurer Karten in einer Reihe, Spalte oder Diagonale aktiviert und umgedreht wurden, dürft ihr ruhen und kassiert dafür die auf den Kartenrückseiten abgebildeten Ressourcen.
Schriftrollen, Gebäude und schlafende Monster
Das Spielziel dreht sich um das Sammeln von Schriftrollen – je nach Spieleranzahl gibt es einen bestimmten Vorrat, und sind alle Schriftrollen vergeben, endet das Spiel mit einer Schlusswertung, bei der auch übrige Ressourcen zählen. Ihr könnt außerdem Gebäude in drei Farben passend zu den drei Hauptressourcen errichten, was zusätzliche Punkte bringt, und ihr habt die Möglichkeit, schlafende Monster zu erwecken, wofür ihr Ressourcen abgeben müsst – gelingt das nicht, rutscht ihr auf einer Ansehensleiste in den Minuspunktebereich, bekommt dafür aber meist trotzdem eine kleine Belohnung wie eine Schriftrolle. Eine besondere Ressource ist der Wacholder, der aus dem Wald kommt: Ist ein Waldkartenstapel mit Wacholder-Symbolen abgebaut, deckt ihr eine neue Waldkarte auf, die euch ähnlich wie die Monster vor eine Bedingung stellt.
Hintergrund: Von Snowcrest zu Snow Quest
Das Original stammt von Designer Philip duBarry, mit Illustrationen von Kerri Aitken, und erschien international beim Verlag Grail Games unter dem Titel Snowcrest. Für den deutschsprachigen Markt übernahm Asmodee den Vertrieb. Philip duBarry ist in der Brettspielszene unter anderem für sein Debütspiel Revolution! bekannt und hat mit Snow Quest erneut gezeigt, dass er ein Gespür für kompakte, thematisch stimmige Engine-Building-Mechanismen hat.
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Häufige Fragen (FAQ) zu Snow Quest
Für wie viele Spieler ist Snow Quest geeignet?
Snow Quest ist für 1–4 Spieler ausgelegt.
Ab welchem Alter ist Snow Quest geeignet?
Snow Quest ist ab 12 Jahren geeignet.
Wie lange dauert eine Partie Snow Quest?
Eine Partie Snow Quest dauert ca. 45 Minuten.
Welche Spielmechanismen nutzt Snow Quest?
Snow Quest setzt auf 3×3-Kartenraster, Engine-Building.
Wie bewertet Brettspiel Teddy Snow Quest?
Brettspiel Teddy bewertet Snow Quest mit 6,5/10 Punkten.
Mein Fazit
Snow Quest ist ein schöner kleiner Deckbuilder mit charmantem Material, auch wenn die Stoff-Tableaus nach dem Zusammenfalten leider etwas hügelig bleiben. Ansonsten überzeugt die dicke Pappe, und das Spiel lässt sich angenehm locker herunterspielen, ohne kompliziert zu sein. Es ist kein absoluter Überflieger, aber es hat mir durchaus Spaß gemacht – und die Illustrationen der niedlichen Tier-Dorfbewohner sind wirklich sehenswert.
Für alle, die ein entspanntes, hübsch gestaltetes Engine-Building-Kartenspiel mit gemütlicher Winterthematik suchen, ist Snow Quest eine solide Wahl.
Pro & Contra
Pro
- Liebevolle Illustrationen im Everdell-Stil
- Angenehm locker und unkompliziert spielbar
- Gute Solo-Eignung
- Hochwertiges Kartenmaterial
Contra
- Stoff-Tableaus bleiben nach dem Falten etwas hügelig
- Kein absoluter Überflieger unter den 3×3-Kartenspielen
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