Einfache Brettspiele für Einsteiger: 10 Spiele, die auch Skeptiker überzeugen

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Verschiedene einfache Brettspiele für Einsteiger auf einem Tisch

Hi, ich bin Brettspiel Teddy – oder besser gesagt: das ist die Auswahl, die ich in meinem neusten Video vorgestellt habe. Dieser Artikel fasst die zehn Spiele zusammen, die meiner Erfahrung nach am besten dafür geeignet sind, Menschen für Brettspiele zu gewinnen, die eigentlich gar keine Brettspiele mögen. Warum diese Liste? Weil ich in meiner Spielerunde immer wieder dieselbe Situation erlebe: Du packst ein Spiel aus, alle schauen skeptisch und sagen „och nee, Brettspiele sind nicht mein Ding“ – und trotzdem gibt es Spiele, die diese Skeptiker auf dem Stuhl halten, lachen lassen und manchmal sogar zu Fans machen.

Kurz gesagt: Einfache Brettspiele für Einsteiger und Skeptiker sind Spiele, die in ein bis zwei Minuten erklärt sind und alle sofort mitspielen lassen. Meine zehn Empfehlungen: Just One, 6 nimmt!, The Mind, Skull, Zombie Dice, Pictures, Splendor, Azul, Camel Up und Codenames.

Just One Karton und Spielmaterial auf einem Tisch

1. Just One – Das kooperative Wortspiel für Einsteiger

Just One ist für mich der perfekte Einstieg, wenn du ein Spiel suchst, das fast jeder sofort erklären und spielen kann. Es ist kooperativ, schnell und unglaublich sozial. Die Grundidee ist simpel: Ein Spieler versucht, ein Wort zu erraten. Die anderen schreiben jeweils einen Hinweis auf eine Karte. Aber der Clou – und die Spannung – entsteht dadurch, dass identische Hinweiswörter automatisch gestrichen werden. Zwei gleiche Hinweise = beide Hinweise raus. Deshalb muss man nicht nur kreativ, sondern auch taktisch überlegen, womit man anderen hilft, ohne sich zu wiederholen.

Spieler schreibt Hinweis bei Just One

Warum Just One so gut bei Nicht-Spielern funktioniert:

  • Regeln in 1–2 Minuten erklärt.
  • Kein Konkurrenzdruck, weil alle zusammenarbeiten.
  • Kleine Runden sind möglich — es skaliert gut mit 3–7 Spielern.
  • Kurze Runden: ideal als Warm-up oder als Lückenfüller.

Wie du Skeptiker an den Tisch bekommst

Sag einfach: „Wir machen ein schnelles Wortspiel, ganz ohne komplizierte Regeln.“ Stell die Karten hin, nenne ein Beispiel und lass sie direkt mitmischen. Gerade Leute, die Rätsel oder kleine Denksportaufgaben mögen, sind hier sofort dabei.

„Das Spiel ist perfekt für Leute, die keine komplizierten Regeln mögen und einfach nur Spaß haben wollen.“

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2. 6 nimmt! – Taktik trifft Chaos

6 nimmt! Karten ausliegen auf dem Tisch

„Sechs nimmt!“ (oder „6 nimmt!“) ist ein Klassiker, der schlicht und trotzdem spannend ist. Du brauchst keine lange Erklärung: Jeder wählt geheim eine Karte aus seiner Hand, alle legen gleichzeitig. Karten werden an Reihen angelegt; wer die sechste Karte in einer Reihe legt, nimmt die ganze Reihe und dafür gibt es Strafpunkte (Kuhköpfe!).

Was 6 nimmt! so attraktiv macht:

  • Einsteigerfreundlich, aber mit überraschender Tiefe.
  • Simultanmechanik sorgt für schnelle Runden und Chaos.
  • Bluff- und Lesefähigkeiten helfen, aber sind nicht zwingend.
  • Spieldauer meist 20–40 Minuten — perfekt für Abende mit wechselnden Gruppen.

Tipps fürs Auspacken mit Nicht-Spielern

Erkläre es als „Karten legen, nicht überdenken, viel Lachen“. Besonders gut wirken die Kuhkopf-Marker: visuell eingängig und lustig. Viele Nicht-Spieler lieben die Mischung aus Kontrollverlust (man kann nicht alles planen) und kleinen, cleveren Entscheidungen.

„Das Spiel ist die perfekte Mischung aus Taktik und Chaos.“

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3. The Mind – Kommunikation ohne Worte

The Mind Karten in Reihenfolge gespielt

The Mind ist ein außergewöhnliches Erlebnis: Du und deine Mitspieler versuchen gemeinsam, Handkarten in aufsteigender Reihenfolge abzulegen – ohne miteinander zu sprechen, ohne Augen zu rollen und ohne sichtbar zu signalisieren. Nur Timing und Intuition entscheiden, wann wer seine Karte ablegt.

Darum funktioniert The Mind besonders gut bei Nicht-Spielern:

  • Kein Regelwerk, das Frust macht – die Regeln sind minimal.
  • Ein Spielgefühl, das sich mehr wie geteilte Konzentration als „Brettspiel“ anfühlt.
  • Spannung entsteht allein durch Timing, nicht durch komplexe Mechaniken.
  • Kurze Partien; ideal für Gruppen, die skeptisch sind, aber für ungewöhnliche Erlebnisse offen.

Das stille Spiel bewusst nutzen

Viele Leute beschreiben The Mind als „eine ganz neue Erfahrung“, gerade weil man schweigend zusammenarbeitet. Wenn du eine entspannte Runde suchst, sag: „Wir probieren mal ein stilles Teamspiel, ganz ohne Reden.“ Die Überraschung, wie gut das funktioniert, öffnet Köpfe für mehr.

„Klingt verrückt, funktioniert aber erstaunlich gut.“

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4. Skull – Bluffen mit Blumen und Totenkopf

Skull mit runden Spielscheiben auf dem Tisch

Manche Spiele überzeugen allein durch ihre Einfachheit und die Möglichkeit zu bluffen. Mein Tipp hier ist Skull: kein langes Taktik-Heavy-Spiel, sondern ein simples Bluffspiel mit runden Spielscheiben, die fast wie Bierdeckel aussehen. Jede Person legt verdeckt eine Scheibe aus und bietet dann, wie viele davon sie aufdecken kann.

Warum diese Kategorie so gut bei Nicht-Spielern funktioniert:

  • Bluffen kennen viele aus Alltag oder Casino-Erfahrung – das macht eine niedrige Einstiegshürde.
  • Materialien sind unspektakulär: runde Scheiben statt viel Spielmaterial.
  • Regeln sind schnell erklärt: Scheibe legen, bieten, aufdecken – fertig.
  • Es wird gelacht, gezockt und manchmal ein bisschen geflucht.

Wie du das Spiel einführst

Zeige ein Beispiel: zwei Runden, bisschen bluffen, ein Aufdecken – danach sind die meisten dabei. Die schlichten Scheiben schrecken niemanden ab, weil sie nicht nach „richtigem“ Brettspiel aussehen. Gerade bei lockeren Abenden mit Freunden oder Familie funktioniert das hervorragend.

„Einfaches Material, einfache Regeln, hoher Spielspaß.“

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5. Zombie Dice – Push-your-Luck für Würfel-Freunde

Zombie Dice Würfelbecher und Würfel

Wenn jemand sagt „ich mag Würfel“, dann ist Zombie Dice eines der besten Spiele, das du auf den Tisch stellen kannst. Es ist in wenigen Sekunden erklärt: Du würfelst drei Würfel, sammelst Gehirn-Symbole als Punkte, aber erleidest bei Schuss- oder Schreensymbolen Schaden. Willst du weitermachen (push your luck) oder lieber die Punkte sichern?

Warum das Spiel besonders gut ankommt:

  • Sehr kurze Erklärzeit (wirklich Sekunden).
  • Hoher Spaßfaktor durch Risiko-Entscheidungen.
  • Perfekt als Absacker oder zwischen schwereren Spielen.
  • Günstig, portabel und schnell.

Einsteiger-Tipp

Beginne mit einer Proberunde, in der alle einmal konservativ spielen. Danach kommt meist der Mut zum Risiko – und damit die besten Zombiejagden. Nicht-Spieler lieben die klare Belohnungs-Risiko-Mechanik.

„Die perfekte Mischung aus Risiko und Spaß für alle, die ein schnelles Spiel wollen.“

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6. Pictures – Motive aus Schnüren, Klammern und Steinen nachbauen

Pictures mit Materialien wie Schnüren, Klammern und Steinen

Manche Leute sind handwerklich oder kreativ veranlagt – und genau die holst du mit Pictures ab, einem Spiel, bei dem gebaut und gebastelt wird. In meiner Runde ist Pictures untypisch, funktioniert aber super: ihr bekommt ein Vorbildbild und müsst es mit verstreuten Materialien (Steine, Schnüre, Klammern, etc.) nachbauen. Das fühlt sich weniger wie ein Brettspiel an und mehr wie eine kreative Challenge.

Warum das ein Gewinn für Nicht-Spieler ist:

  • Analoges, haptisches Erlebnis: Dinge anfassen, konstruieren, ausprobieren.
  • Kein „Regelwust“ – eher eine kreative Aufgabe.
  • Ideal für Familien, Jugendliche und Leute, die gerne basteln.
  • Meist kurzweilig, laut und spaßig – oft bleiben Gruppen nicht nur bei einer Runde.

Wie du den Einstieg gestaltest

Lege die Materialien offen aus, zeige ein Beispiel und bau gemeinsam die erste Vorlage. Du kannst Teams bilden: Ein Team baut, ein Team bewertet – schon entsteht Interaktion und Gelächter. Gerade wer sich von klassischen Brettspielen abschrecken lässt, öffnet sich gern für etwas, das sich wie „Basteln“ anfühlt.

„Genau das macht es perfekt und bringt den hohen Spielspaß mit.“

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7. Splendor – Sammeln, Optimieren, Steigern

Splendor Auslage mit Edelsteinen und Karten

Splendor gehört zu den Spielen, die optisch ansprechen, leicht zu lernen sind und trotzdem ein echtes Erfolgserlebnis beim Optimieren bieten. Du kaufst Karten mit Edelsteinen, baust einen Engine auf und versuchst, Prestigepunkte zu sammeln. Die tollen Pokerchips-ähnlichen Token (Edelsteine) sind ein Magnet für Spieler, die gerne sammeln oder optimieren.

Warum Splendor so gut bei Nicht-Spielern ankommt:

  • Regeln in wenigen Minuten erklärt, wenig Ausnahmen.
  • Sehr taktile Komponenten: schwere Chips, schöne Karten.
  • Entwickelt strategisches Denken ohne zu überfordern.
  • Spieldauer 30–45 Minuten, ideal für Einsteigerabende.

Einführungstipps

Zeige die Aktionen (Token nehmen, eine Karte kaufen, eine Karte reservieren) anhand eines Beispielzugs. Viele Nicht-Spieler lieben das „Sammelgefühl“ und das Abschätzen: „Wenn ich diese Karte jetzt hole, kann ich bald XY kaufen.“ Splendor ist das klassische Gateaway-Spiel zu komplexeren Eurogames.

„Splendor ist sehr einfach zu lernen und fühlt sich ein bisschen an wie ein Wirtschafts- und Sammelspiel.“

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8. Azul – Fliesenlegerei für Ästheten

Azul Spielerbrett mit bunten Fliesen

Azul ist ein ästhetisches Puzzle-Spiel, bei dem du Fliesen auf deinem Tableau platzierst, um Muster zu vervollständigen. Warum das perfekt für Nicht-Spieler ist? Weil das Material wunderschön ist – bunte Fliesen, sauberes Design – und die Regeln elegant und einfach sind.

Warum Azul überzeugt:

  • Wunderschönes Material, das fast jeden schwach werden lässt.
  • Regeln sind leicht zu verstehen, aber die Entscheidungen sind bedeutungsvoll.
  • Hat einen kleinen Ärgerfaktor: Man kann anderen mit einer unglücklichen Wahl Steine „wegschnappen“.
  • Spieldauer 30–45 Minuten – nicht zu lang, nicht zu kurz.

Wie du Nicht-Spieler gewinnst

Stelle die Fliesen als „Mosaik“-Bauen vor. Viele Menschen lieben Handwerk und Ästhetik – sag: „Baue dir ein schönes Muster.“ Schon sitzt die Person gebannt da und sortiert Fliesen. Azul ist ein Paradebeispiel dafür, wie gut Material und Optik Menschen an einen Spieltisch ziehen können.

„Azul ist das perfekte Spiel für Ästhetikfans und für alle, die etwas Schönes vor sich erschaffen wollen.“

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9. Camel Up – Wettspaß und Chaos auf dem Rennparcours

Camel Up Kamele stapeln sich auf dem Rennbrett

Camel Up kombiniert Wettmechanik mit einer starken visuellen Komponente: Kamele rennen ineinander gestapelt über eine Rennstrecke, und du wettest auf die Platzierungen. Die Spielweise ist unkompliziert, die Aufmachung charmant und das Chaos oft groß – genau das richtige Rezept, um Nicht-Spieler zu begeistern.

Warum Camel Up gut ankommt:

  • Einfaches Konzept: wetten auf Rennteilnehmer.
  • Visuelle Überraschungen: Kamele stapeln sich, und das Ergebnis verändert sich rasant.
  • Gruppentauglich: viel Interaktion, Lachen und Spannung.
  • Familienfreundlich, gut für gemischte Gruppen.

Einsteiger-Strategie

Erkläre das Wetten anhand der Stände: „Du wettest auf ein Kamel; wenn es gewinnt, bekommst du mehr, wenn es verliert, weniger.“ Zeige ein oder zwei Runden und die Leute werden merken, dass hier weniger Regelstudium und mehr Spaß im Vordergrund steht. Optik und Zufall holen Skeptiker immer wieder ab.

„Bei Camel Up funktioniert fast überall: Auch bei Nicht-Spielern.“

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10. Codenames – Worträtsel für große Gruppen

Codenames Karten mit Stichworten auf dem Tisch

Codenames war das Spiel, das auf meinem Spieleabend am häufigsten auf dem Tisch landete — öfter als viele andere. Es ist ein Kommunikationsspiel, bei dem zwei Teams gegeneinander spielen. Ein „Geheimdienstchef“ gibt einen Hinweis (ein Wort), das mehrere Agentennamen auf dem Tisch repräsentieren soll. Ziel: die richtigen Begriffe finden, die des Gegners vermeiden und natürlich nicht die Bombe treffen.

Warum Codenames ideal für Nicht-Spieler ist:

  • Viele Leute können mitspielen; es skaliert gut für Partys.
  • Es fühlt sich mehr nach Rätselstunde als nach Brettspiel an.
  • Kurze Runden und starker Wiederspielreiz durch wechselnde Begriffe.
  • Regeltechnisch sehr einfach, dafür kommunikativ anspruchsvoll.

Codenames Hinweisgeber diskutiert ein Stichwort

So holst du Skeptiker ab

Viele Menschen sagen: „Ich mag keine Brettspiele, aber ich liebe Rätsel.“ Genau darauf setzt Codenames. Ein Hinweis und eine Diskussion später sind selbst bisherige Skeptiker mit Feuer bei der Sache. Und ja: Das Spiel lässt sich mit sehr vielen Leuten spielen — oft mehr, als die Verpackung anzeigt. Es wird vielleicht etwas lauter, aber es bringt Energie an den Tisch.

„Codenames ist ein Super-Kommunikationsspiel für alle Leute, die gern um die Ecke denken.“

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Warum genau diese Spiele? – Ein Überblick mit Tipps

Die Auswahl basiert auf einem einfachen Prinzip: Spiele, die leicht zu erklären sind, schnell starten, starke Interaktion bieten oder optisch/haptisch ansprechend sind, haben die größte Chance, Menschen für Brettspiele zu gewinnen, die das eigentlich nicht mögen.

Wichtige Faktoren, die ich bei der Auswahl berücksichtigt habe:

  • Einstiegshürde: Wie lange braucht es, bis alle anfangen können?
  • Interaktion: Sind alle aktiv beteiligt oder sitzt jemand nur herum?
  • Spielgefühl: Fühlt sich das Ganze mehr nach „Spaß machen“ als nach Regelstudium an?
  • Material & Optik: Ziehen Komponenten Menschen an den Tisch?
  • Zeitaufwand: Kurze Spiele funktionieren besser als mehrere Stunden komplexer Regeln.

Das bedeutet: Du willst nicht sofort mit einem epischen Eurogame starten, wenn die Runde skeptisch ist. Stattdessen setzt du auf Spiele, die neugierig machen, ein Erfolgserlebnis bieten und wenig Frustpotenzial haben. Und wenn das geschafft ist, wächst oft auch die Bereitschaft, tiefer in komplexere Spiele einzusteigen.

Teddy mit verschiedenen Brettspielen auf dem Tisch

Praktische Tipps: So holst du Nicht-Spieler wirklich ab

Ein Spiel kann noch so großartig sein — ohne die richtige Präsentation bleibt es auf dem Regal. Hier einige Tipps aus meinen Erfahrungen:

  1. Keep it short: Erkläre das Spiel in einem Satz und spiele eine kurze Demorunde.
  2. Material zeigen: Heb die Komponenten hervor – gute Haptik und schöne Optik schaffen sofort Neugier.
  3. Rollen verteilen: Bei Spielen mit Teams gib unerfahrenen Spielern einfache Rollen (z. B. Rater bei Codenames).
  4. Erwartungen managen: Sag vorab, ob Glücks- oder Taktikanteil überwiegt – das hilft, Frust zu vermeiden.
  5. Anfängervorteile: Lass Einsteiger kleine Vorteile bekommen (z. B. einen Tipp, ein Extra-Token), damit sie Belohnung spüren.
  6. Atmosphäre: Musik, Getränke, lockere Stimmung – das macht Neulinge entspannter.

Diese kleinen Tricks haben in meiner Runde oft Wunder gewirkt. Manchmal reicht ein spielerischer Einstieg, sodass die vermeintlichen „Brettspiel-Muffel“ plötzlich nach mehr fragen.

Welche Spiele eignen sich für welche Zielgruppen?

Nicht alle Nicht-Spieler sind gleich – hier eine kleine Orientierung, welches Spiel für welche Persönlichkeit besonders geeignet ist:

  • Rätsel- und Denkfreunde: Codenames, Just One, The Mind
  • Haptik- & Ästhetik-Fans: Azul, Splendor
  • Party- oder Alkoholabende: einfache Bluff- oder Wettspiele, Camel Up
  • Familien mit Kindern: Camel Up (familienfreundlich), Just One, 6 nimmt!
  • Würfel- und Glücksspieler: Zombie Dice
  • Kreative und Bastler: die Bastel-/Nachbau-Spiele

Warum keine „großen“ Empfehlungstitel?

Ich habe bewusst auf komplexere, „tiefergehende“ Strategiespiele verzichtet. Selbst wenn sie fantastisch sind — für den Erstkontakt wirken sie oft abschreckend. Ziel ist nicht, sofort neue Hardcore-Spieler zu rekrutieren, sondern Begeisterung zu wecken.

Splendor Token und Karten nah aufgenommen

Wie du die Spiele kombinieren kannst – Ein Abendplan

Wenn du einen Spieleabend planst und Gäste hast, die unsicher sind, hier eine bewährte Reihenfolge:

  1. Begrüßung & Getränke (lockere Atmosphäre schaffen).
  2. Einstiegsspiel: Just One or Zombie Dice – kurz, schnell, Erfolgserlebnis.
  3. Zweites Spiel: 6 nimmt! or Camel Up – etwas mehr Interaktion/Chaos.
  4. Kreativteil: Bastelspiel oder Azul – ruhigere, haptische Aktivität.
  5. Finale: Codenames – Gruppenrätsel mit hohem Spaßfaktor.

Mit dieser Abfolge hast du Abwechslung, die Gäste bleiben interessiert und am Ende des Abends gibt es meist ein oder zwei Leute, die sagen: „Okay, das war besser als erwartet.“

Häufige Fragen und Bedenken – Kurz beantwortet

„Meine Freunde hassen Regeln“

Kein Problem — starte mit einem Spiel wie Just One oder Zombie Dice. Zeige ein Beispiel und lass die Gruppe spielen. Meistens reichen 1–2 Demonstrationsrunden.

„Zu laut / zu chaotisch“

Wähle Spiele, die zur Stimmung passen: Für ruhige Abende eignen sich Azul oder Splendor. Für laute, fröhliche Runden Camel Up oder 6 nimmt!

„Wir haben nur wenig Zeit“

Zombie Dice, Just One und 6 nimmt! haben kurze Partien und eignen sich perfekt als Zwischenspiel.

„Sind diese Spiele teuer?“

Die meisten genannten Spiele sind erschwinglich oder haben gebrauchte Exemplare zu fairen Preisen. Manche (wie Azul oder Splendor) bieten ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis durch hochwertige Komponenten.

Codenames Team diskutiert Hinweise

Übrigens: Fünf Spiele aus dieser Liste wurden sogar mit dem Spiel des Jahres ausgezeichnet, nämlich Camel Up (2014), Codenames (2016), Azul (2018), Just One (2019) und Pictures (2020). Die Liste mischt bewusst verschiedene Arten von Gesellschaftsspielen: 6 nimmt! und The Mind sind klassische Kartenspiele, Skull und Codenames funktionieren als Partyspiel in größeren Runden, und mit Just One und The Mind sind auch kooperative Brettspiele dabei, bei denen ihr gemeinsam gegen das Spiel antretet. Alle zehn sind Familienspiele, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen schnell verstehen.

Fazit – Jeder ist ein potenzieller Brettspieler

Meine Kernbotschaft: Es gibt kein „Ich mag keine Brettspiele“-Gen. Es gibt nur das falsche Spiel zur falschen Zeit. Mit den richtigen Titeln – kurzweilig, schön, sozial oder überraschend – holst du fast jeden ab. In meiner Erfahrung sind Just One, 6 nimmt!, The Mind, Zombie Dice, Splendor, Azul, Camel Up und Codenames absolute Geheimwaffen für skeptische Runden. Die kreativen Bastelspiele und einfachen Bluff-Mechaniken mit improvisierten Markern sind zusätzliche Joker, die oft für Lacher und bleibende Erinnerungen sorgen.

Probiere eine Kombination aus einem schnellen Warm-up, einem visuellen oder haptischen Highlight und einem kommunikativen Finalspiel. Wenn die Stimmung stimmt, sind selbst die größten Skeptiker überrascht, wie viel Spaß Brettspiele machen können.

Brettspielrunde lacht und spielt zusammen

Was jetzt? Deine Aufgabe für den nächsten Abend

Wähle zwei Spiele aus dieser Liste und pack sie ein, wenn du das nächste Mal Freunde siehst. Mein Vorschlag für den ersten Testlauf:

  • Just One (als Warm-up, 20 Minuten)
  • Azul oder Splendor (als visuelles/haptisches Highlight, 30–45 Minuten)
  • Wenn noch Zeit bleibt: Codenames (für Gruppenrätsel-Spaß)

Gib mir Feedback: Hast du jemanden mit einem der Spiele überzeugen können? Welches Spiel hat bei dir am besten funktioniert? Ich freue mich auf eure Geschichten und Erfahrungen – und vielleicht kaufst du das eine oder andere Spiel danach sogar selbst.

Weiterführende Links & Empfehlungen

Wenn du tiefer einsteigen willst, empfehle ich dir, erst die einfachen Spiele aus dieser Liste regelmäßig zu spielen und danach nach komplexeren Eurogames Ausschau zu halten. Weitere Listen und Empfehlungen findest du auf meinen Plattformen — und natürlich kannst du mir gern schreiben, welche Spielerfolge du hattest.

Mehr Empfehlungen findest du in unseren Rezensionen mit Wertung und Fazit und in der Liste Spiele A–Z. Wer nach dem Push-your-Luck von Zombie Dice mehr davon möchte, liest unsere Rezension zu Flip 7. Und wenn Azul dir gefallen hat, passt Azul Duel für zwei Personen.

Zum Schluss noch ein Gedanke: Jeder von uns kann ein Brettspieler sein – es muss nur das richtige Spiel auf den Tisch kommen. Also: Trau dich, probier was Neues und hab Spaß!

Tschüssi und viel Erfolg beim Überzeugen deiner Freunde!

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