Queen Games Neuheiten 2025: Nur ein Spiel hat mich überzeugt! Mein ehrliches Fazit

Vorschaubild zu den Queen Games Neuheiten 2025 mit den Spielen Out of Words, Ladybugs, Valencia, Chichen Itza, Propellerbirds und Ronin

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Vorschaubild zu den Queen Games Neuheiten 2025 mit den Spielen Out of Words, Ladybugs, Valencia, Chichen Itza, Propellerbirds und Ronin

Hallo zusammen — hier ist Olli von Brettspiel Teddy. Ich war beim exklusiven Pressewochenende von Queen Games und habe fünf der großen Neuheiten für 2025 angespielt. In diesem langen, ehrlichen Bericht bekommt ihr meinen kompletten Eindruck: Regeln in der Kurzform, meine Erfahrungen aus den Partien, taktische Tipps, für wen sich welches Spiel eignet und natürlich mein persönliches Fazit, ob sich ein Kauf lohnt.

Queen Games Pressewochenende Gruppenfoto

🎯 Warum ich das Wochenende besucht habe und was euch im Artikel erwartet

Ich liebe Brettspiele — und wenn Queen Games ein Pressewochenende veranstaltet, ist das für mich als Brettspiel-Fan und Content-Creator natürlich eine Pflichtveranstaltung. Dieses Jahr war ein bunter Mix an Titeln dabei: zwei Spiele aus Stefan Felds City Collection (Valencia und Chichen Itza), ein Worker-Placement mit Samurai-Setting (Ronin), eine Neuauflage eines cleveren Familienspiels (Ladybugs) und ein Dice-Drafting/Puzzle-Spiel mit Inselbau (Propeller Island).

Im Folgenden gebe ich zu jedem Spiel eine ausführliche Zusammenfassung: Wie läuft es? Was macht Spaß, was stört? Welche Gruppen sollten es spielen? Außerdem schildere ich meine persönlichen Highlights, welche Spiele gut zusammen funktionieren, und welche mich eher nicht überzeugt haben. Ich schreibe wie ich spreche — locker, mit Augenzwinkern und ehrlich. Also: Ran an die Details!

🪙 Valencia (Stefan Feld City Collection) — Auktionen, Karten-Beats und Stadtplanung

Valencia Spielertableau und Karten

Kurze Spielidee und Setting

Valencia ist ein neues Spiel aus Stefan Felds City Collection und die Neuauflage von Straßburg — allerdings in einem sonnigeren Setting. Mechanisch ist es ein „Beat“-Spiel (Auktions-Beat) mit Karten: Pro Spieler ein Deck aus etwa 24 Karten, fünf Runden, und pro Runde acht Beat-Auktionen. Das führt dazu, dass ihr nie an allen Auktionen teilnehmen könnt — Ressourcenmanagement ist also entscheidend.

So läuft eine Runde

  • Jeder Spieler hat ein Kartendeck (ca. 24 Karten) mit Werten 1–6.
  • In jeder Runde zieht ihr Karten aufs Hand und entscheidet, welche ihr zum Bieten verwenden wollt.
  • Karten können gebündelt werden (z. B. 2 + 4 = 6), bleiben dann aber unveränderlich gebündelt.
  • Gebote laufen in Reihenfolge: Höchstbietender darf drei Aktionen ausführen, Zweiter zwei, Dritter eine, Vierter darf eine Karte zurücknehmen.
  • Gewinner platzieren Meeple auf Warenfeldern (Wein, Stoff, Kaffee, Porzellan etc.), erhalten Warenplättchen mit Werten (1–5) und müssen Platzierungskosten zahlen.
  • Am Rundenende werden Warenfelder abgerechnet, Stadtplanwerte gewertet (Brunnen, Baum, Zielkarten), Zielkarten verursachen bei Nichterfüllung Minuspunkte.

Was mir gefallen hat

Valencia lebt von seinem leichten Bluff-Element: Karten liegen verdeckt, Mitspieler sehen nur Anzahl der Karten/Packen, nicht deren Werte. Diese Unsicherheit erzeugt Spannung. Das Bündeln von Karten ist ein cleveres Dilemma — riskiere ich einen starken Packen, aber verlange danach Flexibilität? Oder spiele ich niedrig und verliere in Schlüsselangeboten?

Die Verbindung aus Auktion, Gebietskontrolle (Wer setzt sich auf Warenfelder?) und Stadtplanung (Meeple auf bestimmten Stadtfeldern bringen langfristig Punkte) ist typisch Feld, funktioniert solide und ist taktisch befriedigend. Die Zielkarten geben gute Orientierungen, fordern aber ehrliche Planung: wer sich zu viele schwere Ziele nimmt, kann am Ende böse Minuspunkte kassieren.

Was mir nicht so gefallen hat

Wer Straßburg kennt, wird vieles wiedererkennen — wer nicht, könnte die Vielfalt an Möglichkeiten zunächst überfordernd finden. Mir persönlich fehlte ein markanter, neuen Mechanismus, der Valencia deutlich von Straßburg abhebt. Es ist ein solides Stefan-Feld-Spiel, aber kein radikales Neues. Außerdem kann das Karten-Glück beim Ziehen bestimmen, ob ihr in einer Runde wirklich aktiv mitbieten könnt.

Strategietipps

  1. Plant eure Decknutzung über alle Runden: Lasst euch nicht alle starken Karten in Runde 1 verbrauchen.
  2. Zielkarten sorgfältig wählen: Lieber wenige erfüllbare, als viele ambitionierte, die am Ende Minuspunkte bringen.
  3. Beobachtet die Mitspieler: Anzahl der Karten/Packen gibt Aufschluss über deren Absichten.
  4. Brunnen- und Baumplätze sind oft teurer, bringen aber langfristig konsistente Punkte — in Balance investieren.

Für wen ist Valencia geeignet?

Das Spiel richtet sich an Kennerspieler, die Stefan Felds typische Eleganz und Entscheidungsdichte mögen. Familien mit eingespielten Spielern können ebenfalls Spaß haben, absolute Einsteiger könnten aber etwas überfordert sein.

⚔️ Ronin — Mein Highlight des Wochenendes (Worker Placement trifft Samurai)

Ronin Spielplan mit Regionen und Worker-Plättchen

Was ist Ronin?

Ronin war für mich der überraschende Gewinner des Wochenendes. Ein Worker-Placement mit zahlreichen Nebenmechaniken: Tableau-Building, Set-Collection, Ressourcen-Management und ein Area-Control-System mit regionalen Waren. Das Setting: ihr seid „Ronin“ — Samurai ohne Herrscher — und versucht, durch geschickte Einsätze und Aufträge Reputation, Ressourcen und Punkte zu gewinnen.

Runde für Runde — die Mechanik im Detail

  • Jeder Spieler hat vier Worker pro Runde.
  • Actionslots sind flexibel: auf dem Spielplan liegen Aktionsplättchen, die zwei mögliche Aktionen bieten (Vorder-/Rückseite).
  • In Regionen liegen Warenplättchen, die per Area-Control verteilt werden — Mehrheit zuerst wählt sich das beste Plättchen.
  • Auftragskarten verlangen bestimmte Symbole (Set-Collection), die ihr auf eurem Tableau sammelt, indem ihr Karten oder Aktionen erhaltet.
  • Es gibt eine „Takan“-Leiste (ich nenne sie Arbeits- bzw. Fortschrittsleiste), die Belohnungen gibt und als Tiebreaker bei Gleichstand dient — sehr wichtig!
  • Temples (Tempel) können gebaut werden und liefern Boni oder zusätzliche Wertungen, aber nur wenn ihr aktuell in der Region präsent seid.
  • Yin-Yang Tokens fungieren als Joker/Ressourcen-Karten; maximal drei möglich, also effektiv und wertvoll.

Warum Ronin mir so gut gefallen hat

Ronin kombiniert vertraute Mechaniken in einer sehr geschmeidigen, gut ausbalancierten Weise. Das Worker-Placement ist nicht bloß Standard: durch doppelseitige Aktionsplättchen, Set-Collection-Slots (gelb/rot/blau) und die Takan-Leiste entsteht ein ständiges Abwägen: gehe ich in mehrere Regionen dünn rein, um mehrere Waren zu bekommen, oder fokussiere ich eine Region, um die Mehrheiten zu sichern?

Das Tableau-Building (Symbole aufs Tableau legen, kleine Bonusplättchen sammeln) belohnt Planung über mehrere Runden und eröffnet nette Synergien. Die kleinen Plättchen-Ketten, die sofort Punkte geben (1, 3, 7, 13 etc.), machen jede einzelne kleine Aktion lohnenswert und geben dem Spiel ein angenehmes Gefühl von Fortschritt.

Was der Tisch gesagt hat

Alle am Tisch empfanden Ronin als rundes Spiel: „schönes Spiel, hat Spaß gemacht“. Es ist kein Einsteiger-Spiel, aber ein sehr zugängliches Kennerspiel, das sowohl taktische Tiefe als auch Planungsaufgaben bietet.

Strategie-Tipps

  1. Die Takan-Leiste ernst nehmen: Sie entscheidet oft bei Gleichständen und gibt regelmäßige Boni.
  2. In drei Regionen vertreten zu sein kann sich lohnen, da ihr so mehr Auswahl bei Waren habt.
  3. Tempel sind nur wertvoll, wenn ihr dort auch präsent seid — investiert nicht blind.
  4. Yin-Yang Tokens als Joker für knappe Ressourcen sparen — sie kompensieren kritische Lücken.
  5. Die kleinen Plättchen-Ketten sind unterschätzt — sammelt systematisch Symbole für diese Multiplikatoren.

Für wen ist Ronin gedacht?

Wenn ihr Worker-Placement mögt und Spiele mit mehreren sich ergänzenden Mechaniken bevorzugt, ist Ronin ein Must-Try. Es bringt genug Tiefe für Kenner, ist aber nicht so abschreckend komplex, dass Neueinsteiger vollständig abgeschreckt werden.

🏹 Chichen Itza (Stefan Feld City Collection) — Monster, Hexes und Risiko

Das Konzept

Chichen Itza ist wieder ein Stefan Feld Titel aus der City Collection, diesmal thema­tisch im Maya-Setting. Das Spiel ist ein Worker-Placement mit einem starken Fokus auf Gebietserweiterung und Kampf gegen Monster, die auf Hex-Tiles verteilt sind. Mechanisch sehr vielschichtig: flexible Aktionspreise, modulare Hex-Karte, Kämpfe mit Würfeln und Upgrade-Wheels am Spielerboard.

Wichtige Mechaniken im Überblick

  • Aktionsfelder haben variable Preise: Zahlentoken 1–7 werden jede Runde gemischt und zeigen die Kosten für das Platzieren eurer Säulen/Worker an — dadurch ändern sich die wirtschaftlichen Anreize rundenweise.
  • Hex-Karte in der Mitte zeigt Monster und Felder (Kasernen, Minen, Geldfelder etc.).
  • Kämpfe laufen über mehrere Phasen (Zauber, Fernkampf, Nahkampf) und sind würfelgesteuert; Monster haben Lebenswerte 1–6 und gewähren genau so viele Punkte bei Besiegen.
  • Spieler können Helden einsetzen, Karten kaufen, Rädchen am Tableau drehen (Movement, Fernkampf, Nahkampf, Reichweite) — diese Upgrades sind oft nötig, um gegen stärkere Monster zu bestehen.
  • Es gibt sechs Runden; nach der Hälfte werden Monster stärker und die Regeln verschärfen sich.

Meine Erfahrung und Kritik

Chichen Itza ist thematisch stark und bietet tolle Momente: Einheitentruppen schicken, Monster bezwingen und ein größeres Feld erobern fühlt sich episch an. Die variable Aktionskosten-Mechanik (Zahlentoken mischen) ist ein smarter Kniff: sie sorgt dafür, dass sich das Spielgefühl rundenweise ändert und das Spiel weniger „festgelegt“ wirkt.

Gleichzeitig ist das Kampfsystem sehr glückslastig. Würfel wirken hier stark: es kann frustrierend sein, mit fünf Würfeln wenig Treffer zu erzielen, während ein Gegner mit weniger Würfeln Erfolg hat. Die zufällige Stärke der Monster (zwei gleiche Monster können unterschiedliche Stärken haben) verschärft dieses Gefühl — es ist schwer abzuschätzen, ob ein Feld „sicher“ ist.

Ich habe in meiner Partie einen zu schnellen Angriff gewagt und wurde hart bestraft: fehlende Vorbereitung, schlecht gedrehte Rädchen und dann Würfelpech. Das Erlebnis war spannend, aber auch stellenweise unfair.

Für wen ist Chichen Itza geeignet?

Chichen Itza spricht Spieler an, die thematische, kampforientierte Kennerspiele mögen und denen ein höherer Glücksfaktor nicht so stört. Wenn ihr intensive Taktik mit Risiko mögt, kann das Spiel Spaß machen. Wer Würfelglück und viel Randomness nicht mag, sollte eher vorsichtig sein.

Tipps für Spieler

  1. Vor dem ersten Kampf Rädchen upgraden — Bewegung und Fernkampf sind oft wichtiger als sofortige Expansion.
  2. Kasernen nutzen, um zusätzliche Einheiten zu bekommen — für aggressive Expansion nötig.
  3. Seid vorsichtig bei stark belohnten Feldern: ein Feld mit hohem Punktwert lockt oft Konflikte — prüft Ressourcen und Heldenkarten vorher.
  4. Kooperieren und nicht zu früh in direkte Konflikte verfallen, wenn eure Upgrades unvollständig sind.

🐞 Ladybugs — Neuauflage eines charmanten Familienspiels

Ladybugs Spielplan und bunte Marienkäfer

Kurzbeschreibung

Ladybugs ist die Neuauflage des früheren Spiels „Glücks“ mit Marienkäfer-Thema. Ziel ist es, mit euren Marienkäfern die meisten Punkte auf den Blumenwiesen zu kontrollieren. Einfaches Konzept, aber durch das Setzen nach spezieller Distanzregel und Sonderplättchen überraschend taktisch und fies interaktiv.

Mechanik auf den Punkt gebracht

  • Jeder Marienkäfer hat eine Zahl (1–6). Diese Zahl gibt an, wie weit der nächste Marienkäfer von diesem Punkt gesetzt werden muss (also eine Art Sprungregel).
  • Ihr habt immer zwei Marienkäfer zur Auswahl, zieht nach dem Setzen wieder nach.
  • Auf den Blumenwiesen gibt es wenige Zielblumen — am Ende werden auf jeder Wiese die Punkte der Marienkäfer addiert, nicht die Anzahl der Token.
  • Sonderplättchen erlauben Ausnahmen (z. B. Drittlegung, beliebiges Überspringen) und werden einmalig verwendet.

Warum das Spiel funktioniert

Ladybugs ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein simples Setz-/Bewegungsprinzip in ein cleveres, familienfreundliches Spiel verwandelt wird. Die Interaktion entsteht, weil ihr eure Route so plant, dass ihr Blumen erreicht — gleichzeitig könnt ihr anderen die Blumen wegnehmen oder deren Felder überdecken. Die Punktegewichtung durch Marienkäfer-Werte macht es nötig, nicht blind viele Token zu setzen, sondern auf hochwertige Platzierungen zu zielen.

Meine Eindrücke

Im Zweier-Spiel ist die Interaktion vorhanden, aber bei vier Spielern wird es definitiv hitziger und strategischer. Mir gefällt das Material: bunte Holzmarienkäfer, hübsches Gelände. Einziger Wermutstropfen: der Karton ist größer als nötig für „Reisespiel“-Gedanken, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Strategietipps

  1. Plant zwei Züge voraus: da ihr immer zwei Marienkäfer habt, rechnet mit dem Nachzieh-Geschehen.
  2. Hohe Zahlen (5–6) sind wertvoll — versucht, diese so zu platzieren, dass sie euch zu Blumen leiten.
  3. Sonderplättchen als Überraschungsmoment aufsparen, wenn ein Gegner euch gerade eine wichtige Blumenwiese wegnehmen könnte.
  4. Zu viert wird das Spiel deutlich interaktiver — spielt es in dieser Besetzung, wenn ihr möglichst viel Reibung wollt.

🏝️ Propeller Island — Würfeln, puzzeln und Insel aufbauen

Propeller Island Würfelbereich und Hexplättchen

Grundidee

Propeller Island ist ein Dice-Drafting- und Puzzlegame: ihr nehmt Würfel aus dem zentralen Pool und dürft angrenzende Hexplättchen nehmen, aktivieren oder opfern, um Energie zu gewinnen. Ziel sind Auftragskarten, die Ressourcen verlangen. Wer zuerst sieben Aufträge erfüllt, gewinnt. Das Spiel stammt vom Autor von Dice Hospital / Dice Theme Park und wirkt wie eine spirituelle Verwandtschaft zu diesen Titeln.

Spielablauf — die drei Optionen

Immer wenn ihr einen Würfel auswählt, habt ihr im Kern drei Optionen:

  • Würfel nehmen und an eurer Insel ein angrenzendes Hexplättchen auswählen und anlegen.
  • Ein bereits auf eurer Insel liegendes Plättchen mit einem Meeple aktivieren (sofern ein Arbeiter dort steht) und die Aktion nutzen.
  • Plättchen abwerfen und dafür Energie (Ressource) erhalten.

Die Hexplättchen sind farbkodiert (Produktionsplättchen, Sofortboni, Endwertungsplättchen), haben Zahlenangaben für die Würfelaktivierung und unterschiedlichste Effekte. Auftragskarten verlangen Kombinationen von Ressourcen und geben beim Erfüllen Belohnungen wie Direktpunkte, permanente Boni oder Aufwertungen für eure Inselplättchen.

Warum mir Propeller Island gefallen hat

Das Spiel kombiniert Dice-Drafting mit Puzzlen in einer sehr befriedigenden Weise: Würfelwahl entscheidet sowohl darüber, was man bauen kann, als auch welche Aktionen verfügbar bleiben. Die Möglichkeit, Plättchen als Energie zu opfern, schafft ein interessantes Trade-off zwischen kurzfristigem Nutzen und langfristiger Inseloptimierung. Mir hat besonders gefallen, wie Aktionen auf eurer Insel mit späteren Möglichkeiten synergieren — ein schönes Gefühl von Aufbauen und „Pimp my Island“.

Für wen ist es geeignet?

Propeller Island ist klasse für Fans von Dice-Drafting, Mittlere Komplexität. Es hat mehr Tiefgang als reine Familienspiele, ist aber zugänglicher als sehr komplexe Eurogames. Wer Dice Hospital mochte, wird hier sofort ein heimisches Gefühl haben.

Strategische Hinweise

  1. Wählt Würfel nicht nur nach der sofortigen Plättchenoption, sondern nach eurer langfristigen Insel-Strategie.
  2. Aufträge unterscheiden sich stark in Gewicht — kalkuliert, welche euch echten Fortschritt bringen.
  3. Energy-Opfern kann am Anfang ein schneller Boost sein, zieht euch aber Ressourcenbasis weg — abwägen!
  4. Permanente Boni durch erfüllte Aufträge sollten priorisiert werden, wenn sie eure Hauptstrategie unterstützen.

🍛 Kulinarischer Exkurs: Indisches Essen beim Pressewochenende

Ein kleines, persönliches Highlight abseits der Spiele: Queen Games servierte köstliches indisches Essen. Der Besitzer hat indische Wurzeln und offenbar wird vieles hausgemacht — sehr schmackhaft, mit angenehmer Schärfe. Kleine Anekdote am Rande: so ein scharfes Curry merkt man sich auch noch am nächsten Tag. Essen macht Konventionen locker, Gespräche fließen leichter — ein schönes Detail, das das Wochenende rund gemacht hat.

🔍 Vergleich: Welches Spiel ist für welchen Spielertyp?

Um die Kaufentscheidung zu erleichtern, hier ein Vergleich nach Zielgruppe:

  • Ronin: Kennerspieler, Worker-Placement-Fans, Spieler die Kombinationen und langfristige Planung mögen. Mein persönliches Highlight.
  • Propeller Island: Dice-Drafting-Fans, Puzzle-Liebhaber, Spieler die modulare Inselbau-Systeme mögen. Sehr spaßig, sehr zugänglich.
  • Valencia: Stefan-Feld-Fans, Kenner, die Auktionen und Stadtplanung schätzen. Solide, aber kein radikaler Neuling.
  • Chichen Itza: Spieler, die thematische Konflikte, Monsterkämpfe und Risiko nicht scheuen. Achtung: hoher Glücksfaktor bei Kämpfen.
  • Ladybugs: Familien, Gelegenheitsspieler, Gruppen die leichte Taktik mit hoher Spielerinteraktion wollen.

📝 Meine ehrliche Top-3 und Empfehlungen

Nachdem ich alle fünf Titel angetestet habe, ist meine persönliche Rangliste:

  1. Ronin — wegen der kombinierten Mechaniken, der Tiefe und dem Spielspaß mein persönlicher Favorit.
  2. Propeller Island — solide, thematisch stimmig, cleveres Dice-Drafting-Puzzle mit hohem Spaßfaktor.
  3. Valencia — klassischer Stefan Feld, gute Umsetzung, nicht mein innovativster Favorit, aber solide.

Chichen Itza und Ladybugs folgen, wobei Ladybugs für Familien ein starker Kandidat ist und Chichen Itza thematisch beeindruckt, aber mechanisch teilweise zu glückslastig wirkt.

⚖️ Vor- und Nachteile: Zusammenfassung aller Titel

Valencia

  • + Elegante Auktionen, tolles Bluff-Element
  • + Stefan Feld-Feeling
  • – Kein großer Innovationsschritt gegenüber Straßburg
  • – Kartenpech kann Runden stark beeinflussen

Ronin

  • + Sehr rundes Worker-Placement mit interessanten Ergänzungen
  • + Takan-Leiste und Set-Collection geben Tiefe
  • – Leichte Einstiegshürde für absolute Neulinge

Chichen Itza

  • + Starkes Thema, epische Kämpfe
  • + Variable Aktionkosten bringen Dynamik
  • – Hoher Glücksfaktor bei Kämpfen
  • – Kann frustrierend sein ohne Vorbereitung

Ladybugs

  • + Bunt, familienfreundlich, taktisch
  • + Kurze Runden, hoher Wiederspielwert
  • – Karton könnte kleiner sein

Propeller Island

  • + Befriedigendes Dice-Drafting + Insel-Puzzeln
  • + Aufträge schaffen klare Ziele
  • – Manche Aufträge können stark auseinanderziehen

🧭 Häufig gestellte Fragen (FAQ) — kurz beantwortet

Valencia: Ist es nur Straßburg mit anderem Namen?

Nein — Valencia bringt ein neues Setting und einige Anpassungen, das Grundgefühl bleibt aber ähnlich. Wer Straßburg mochte, wird Valencia mögen; wer Straßburg nicht kennt, wird den typischen Stefan-Feld-Stil erleben.

Ronin: Benötigt man lange zum Erklären?

Die Grundmechanik (Worker-Placement) ist schnell erklärt, die Feinheiten (Set-Collection, Takan-Leiste, Tempel-Interaktion) brauchen etwas Eingewöhnung — rechnet mit einer Lernpartie.

Chichen Itza: Ist es zu zufällig?

Es hat einen stärkeren Glücksanteil als die anderen Titel, vor allem durch Würfelkämpfe und variable Monsterstärken. Wer Würfelglück als störend empfindet, sollte das berücksichtigen.

Ladybugs: Wie gut zu viert?

Zu viert wird es deutlich hitziger und interaktiver — meine Empfehlung ist klar: spielt es zu viert, wenn ihr mehr Konkurrenz wollt.

Propeller Island: Taugt es für Solo/2-Spieler?

Das Spiel ist für Mehrspieler ausgelegt; zu zweit funktioniert es, bietet aber weniger Konkurrenz als volle Besetzungen. Solo-Modus ist mir nicht begegnet.

🔚 Abschließendes Fazit — Mein ehrliches Urteil

Das Queen Games Pressewochenende war bunt, inspirierend und lecker (Curry!). Von den fünf Titeln hat mich Ronin am meisten überzeugt: ein durchdachtes Worker-Placement mit viel Spielspaß und guter Kombination aus Mechaniken. Propeller Island hat mich positiv überrascht und ist ein starker Kandidat für Fans von Dice-Drafting und Insel-Puzzling. Valencia ist solide Feld-Kost, Chichen Itza ist thematisch groß, aber mechanisch glückslastig, und Ladybugs ist ein charmantes Familienspiel mit überraschend taktischer Tiefe.

Wenn ihr nur ein Spiel aus dieser Auswahl mitnehmen wollt: Für Kennerspieler ist Ronin mein klarer Tipp. Für Familien oder Urlaubsboxen (sofern die Verpackung das zulässt) ist Ladybugs eine schöne Wahl. Und wenn ihr nach etwas mit Dice-Draft-Feeling sucht, nehmt Propeller Island mit.

Welche der Neuheiten interessiert euch am meisten? Habt ihr einen Favoriten oder steht ihr dem einen oder anderen kritisch gegenüber? Schreibt mir gerne eure Meinung — ich freue mich auf Diskussionen, Feedback und eure Erfahrungen!

Bis bald und viel Spaß am Spieltisch, euer Olli von Brettspiel Teddy.

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